Allergenkennzeichnung wird immer wichtiger

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Mehr Sicherheit für Sie und Ihre Kinder

Allergien sind heutzutage weit verbreitet und betreffen immer mehr Menschen im privaten und beruflichen Alltag. Die auslösenden Allergene finden sich oft in Nahrungsmitteln. Um so wichtiger ist es, dass eine entsprechende Allergenkennzeichnung verhindert, dass das Mittagessen im Betriebsrestaurant, in der Werkskantine oder in der Schulmensa zum Risiko für Sie bzw. Ihre Kinder wird. Deshalb hat GiroWeb zum Schuljahresbeginn bzw. der Rückkehr an den Arbeitsplatz die wichtigsten Informationen zu diesem Thema für Sie zusammengestellt.

Was ist eine Allergie?

Als Allergie wird gemeinhin eine überschießende Abwehrreaktion des menschlichen Immunsystems auf bestimmte Umweltstoffe – sog. [Allergene] – bezeichnet, die für gesunde Menschen normalerweise harmlos sind und keine negative Auswirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben. Im Gegensatz zu Autoimmunreaktionen richten sich solche allergische Reaktionen gegen von außen kommende Stoffe einschließlich Essen und Trinken.

Ursachen für Allergien

Bis heute hat sich in der Medizin hinsichtlich allergischer Reaktionen viel getan und es gibt eine Vielzahl von Allergie-Tests. Gleichzeitig müssen wir uns nach wie vor mit Hypothesen hinsichtlich der wirklichen Ursachen für Allergien – und ihrer stetigen Zunahme – begnügen. Zu den wesentlichen Ursachen-Thesen gehört laut [Wikipedia] u.a. die Hygienehypothese, zunehmende Umweltverschmutzung, eine erhöhte Allergenexposition, über die Zeit veränderte Lebensgewohnheiten, aber auch Veränderungen in der sog. kommensalen Flora, sowie Stress. Bisweilen wird bei der Kategorisierung auch zwischen genetischen und nicht-genetischen Ursachen unterschieden.

Auslösende Allergene

Typische Auslöser sind Blütenpollen bestimmter Pflanzen sowie Tiere (z.B. Katzenhaare oder Hausstaubmilben). Neben Pollen und Tieren lösen auch zahlreiche [Nahrungsmittel Allergien] aus. Dies kann vergleichsweise harmlose Effekte haben, in seltenen Fällen sind solche Reaktionen aber auch heftig (z.B. gewisse Ausprägungen der Erdnussallergie). GiroWeb begrüßt daher die mittlerweile geltenden gesetzlichen Vorschriften zur Allergenkennzeichnung für Nahrungsmittel bzw. Speisen.


GV Glossar & Lexikon Tipp GiroWeb GiroWeb GV Glossar & Lexikon Tipp:
[Was bedeutet Allergenkennzeichnung?]

 

Allergenkennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung

Die Allergenkennzeichnung steht in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) für die Auszeichnung von entsprechenden Allergenen in den Lebensmitteln, die entweder direkt zum Verkauf angeboten oder – wie im Regelfall – bei der Zubereitung von Gerichten verarbeitet wurden.

Die Allergenkennzeichnung in einer Schul-Kantine, Universitäts-Mensa oder einem betrieblichen Restaurant muss dabei seit Dezember 2014 in allen europäischen Mitgliedsländern der europäischen Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) entsprechen.

Eine konkretisierende Regelung für lose Ware gibt es in Deutschland mit der sog. Lebensmittelinformations-Durchführungs-Verordnung (LMIDV). Bei unverpackten Lebensmitteln, die beispielsweise in einer Kantine, Mensa oder Cafeteria angeboten werden – müssen schriftliche Informationen über Allergene in deutscher Sprache vor dem Kauf zugänglich sein. Entsprechende Informationen finden sich deshalb z.B. auf den Speiseplänen – entweder vor Ort, oder auch bei der Vorbestellung im Internet.

Allergiker erhalten somit wichtige Informationen, insbesondere zu den sog.  „Allergenen Vierzehn“. Dazu gehören: Glutenhaltige Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 mg pro kg oder l), Süßlupinen, sowie Weichtiere. Auf verpackten Lebensmitteln (z.B. von Snacks oder süßen Riegeln) müssen diese kritischen Stoffe im Zutatenverzeichnis hervorgehoben werden – in der Regel sind sie in der Zutatenliste durch Fettdruck besonders gekennzeichnet.

Tendenz steigend

In den letzten Jahrzehnten ist ein deutlicher Anstieg bei vielen allergischen Krankheitsbildern zu verzeichnen. Dieser Trend ist weltweit, aber insbesondere in den Industrieländern zu beobachten. Nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) sind in Europa – und damit natürlich auch in Deutschland – inzwischen bis zu 30 Prozent der Bevölkerung betroffen. Neben dem persönlichen Schicksal aller Betroffenen werden alleine die durch Allergien verursachten Kosten in der EU auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt.

Allergenkennzeichnung hilft, aber…

Die Allergenkennzeichnung ist eine wichtige Hilfestellung für alle Betroffenen, die das alltägliche Essen in der Gemeinschaftsverpflegung für alle Allergiker ein Stück sicherer und entspannter macht. Dies setzt aber natürlich voraus, dass Allergien auch hinreichend bekannt und überprüft sind. Wir empfehlen daher im Zweifel – insbesondere wenn Ihr Kind z.B. regelmäßig über bestimmte Beschwerden klagen sollte – eine ärztliche Überprüfung.


Kontakt zu GiroWeb Ihr GiroWeb Team ist gerne für Sie da.
[Können wir Ihnen beim Thema Allergenkennzeichnung weiterhelfen?]

 

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