Transaktionskontrolle

GiroWeb FAQ für Gemeinschaftsverpflegung (GV) & Catering: Was ist Transaktionskontrolle?

GiroWeb erklärt:

Unter Transaktionskontrolle werden teilweise unterschiedliche Aspekte verstanden, je nach dem, ob der Fokus eher auf Finanztransaktionen oder Datenbanktransaktionen liegt. In der Gemeinschaftsverpflegung spielen beide Betrachtungsweisen eine Rolle, wenn es um die Kontrolle transaktionssicherer Vorgänge geht.

Aus Sicht der Essensgäste in der Betriebsgastronomie, aber auch der Schulverpflegung (v.a. seitens der Eltern), überwiegt das Interesse am monetären Aspekt, sprich: der Bezahltransaktion. Dabei möchte der zahlungspflichtige Essensgast sicherstellen, dass sein Zahlungsvorgang erfolgreich initiiert wurde. Gleichzeitig muss aus Sicht des Zahlenden durch adäquate Kontrollen sichergestellt werden, dass der Empfänger keine unberechtigte Zusatztransaktion oder eine Transaktion mit höherem Preis durchführen kann.

Auf Seiten von Caterern und eigenbewirtschafteten GV-Anbietern besteht ebenfalls ein großes Interesse an der Transaktionskontrolle des Bezahlvorgangs, insbesondere um das Erfüllungsrisiko zu minimieren – beispielsweise hinsichtlich technischer Datenverluste, gefälschter Authentifizierungen oder der sogenannten (Nicht-) Finalität von Transaktionen. Gleichzeitig besteht bei Betreibern von Objekten der Gemeinschaftsverpflegung ein im Mittel noch größeres Risiko im Bereich der sogenannten Opportunitätskosten. Diese entstehen, wenn unterschiedliche Systemkomponenten (z.B. Vending-Automat, Kassensystem, Betriebsleiter-PC) am Ende eines Abrechnungszeitraums inkonsistente Informationensstände aufweisen. Die Kosten (Personal, Zeit, technische Resourcen), die zur Aufklärung und Berichtigung solcher Differenzen entstehen, können beträchtlich sein. Abhilfe schaffen Lösungen, welche besonderes Augenmerk auf technische Transaktionskontrollen im Bereich von Datenbanken und Vernetzungen legen.

Eine häufige Ursache für das Entstehen von Transaktionsdifferenzen bei Anbietern von GV-Lösungen für die Betriebsgastronomie und Schulverpflegung liegt in der Architektur, Vernetzung und Integration der Geräte und Komponenten. Oftmals werden kritische Abläufe hier sequenziell ohne entsprechende Prüfzyklen oder mittels nicht-verifizierter Datenzwischenstände realisiert (sog. zwei- bzw. mehrstufige Verfahren). Bei verlässlichen Lösungen mit hohem Qualitätsanspruch werden kritische Transaktionen zuverlässig von Anfang bis Ende kontrolliert, um Vollständigkeit, Korrektheit und Konsistenz sicherzustellen. Ein Vergleich transaktionssicherer Vorgänge einerseits und nicht hinreichender Transaktionskontrolle andererseits ist in der Darstellung weiter unten aufbereitet.

Auf der informationstechnologischen Ebene (SQL-Datenbanken) spielen die – idR. englischsprachig verwendeten – Betriffe Transaction, Commit und Rollback eine zentrale Rolle. Eine Transaktion (Transaction) umfasst dabei die Gesamtheit mehrerer sog. atomarer Datenbankoperationen. Ein klassisches Beispiel ist doppeltes Buchen, sprich: eine Belastung auf dem Konto eines Zahlungspflichtigen und das Gutschreiben auf dem Konto des Zahlungsempfängers. Nur wenn beide Basistransaktionen kontrolliert und abgeschlossen wurden, gilt die Transaktion als abgeschlossen (sog. Commit). Ist hingegen eine Teilbuchung nicht erfolgt, wird die gesamte Transaktion annulliert und auf den Ursprungszustand zurückgesetzt (sog. Rollback). Hierdurch werden u.a. inkonsistente Rumpfbuchungen vermieden sowie eine saubere Wiederherstellung von Datenbanken nach Systemabstürzen gewährleistet (sog. Crash-Recovery).

GV-Komponenten, in deren Zusammenhang Transaktionskontrollen von besonderer Bedeutung sind, umfassen u.a. Kassensysteme und angeschlossene Peripherie, Aufwerter (Karten-Ladestationen), SB-Terminals (z.B. Vorbestellsysteme oder Einheiten für das Gästemanagement), Automatenleser & Automatensteuerungen (sog. VMC) in Vending-Automaten (bisweilen unterschieden nach der Erfassung von Summentransaktionen und Einzeltransaktionen), und schließlich die zentralen Komponenten für Management und Abrechnung.

Aus gesetzlicher Sicht bedingen insbesondere die Vorgaben zu TSE (Technische Sicherheitseinrichtung für Kassen) und KassenSichV (Kassensicherungsverordnung) neben anderen Anforderungen eine qualifizierte Transaktionskontrolle.

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Synonyme & alternative Bezeichnungen sind u.a.: Transaktionskontrolle, seltener kontrollierte Transaktionsabwicklung oder transaktionssicheres Daten-Handling, bisweilen auch Transaction-Commit-Rollback.

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